Outdoor unit of an air-to-water heat pump installed beside a dark-clad building

1. Lass deine Wärmepumpe dann laufen, wenn der Strom günstiger ist

Du kannst deine Wärmepumpe so einstellen, dass sie in den günstigsten Zeitfenstern des Tages mehr Strom nutzt. In einer einjährigen Studie mit universitären Forschern haben wir bestätigt: Die größte Ersparnis erzielen Haushalte mit einem dynamischen Stromtarif — mit intelligenter Steuerung sparen sie bis zu 31% pro Monat. Der Mechanismus ist einfach: Jedes Haus verhält sich wie ein großer Wärmespeicher. Die Wärme, die in Wänden und Böden steckt, lässt sich nutzen, um die teuersten Phasen ohne Komforteinbußen zu überbrücken.

Die Preisspannen am dynamischen Strommarkt sind von Jahr zu Jahr deutlich breiter geworden. In den vergangenen 12 Monaten hat unser durchschnittlicher Kunde mehr als 200 € auf der Stromrechnung gespart — rund ein Viertel mehr als im Vorjahr. Bei größeren Mehrfamilienhäusern mit Wärmepumpe lag die Ersparnis aus automatischer Steuerung bei über 1 000 €.

2. Senke deine Innentemperatur

Eine weitere große Ersparnis liegt darin, einfach die Solltemperatur zu senken. Das reduziert die Wärmeverluste und verbessert gleichzeitig den COP der Wärmepumpe. Eine Studie aus dem Winter 2023/24 hat gezeigt: Wer in einem 167 m² großen Einfamilienhaus die Innentemperatur von 23 °C auf 21 °C senkt, erzielt 22% Ersparnis bei den Heizkosten. Passe die Temperatur in kleinen Schritten an — ein gut gedämmtes Gebäude braucht ein bis zwei Tage, bevor sich die Änderung im Raum tatsächlich anfühlt. Wichtig ist, die Solltemperatur direkt an der Wärmepumpe zu senken, statt nur an den Raumthermostaten zu drehen — nur so verbessert sich der COP der Wärmepumpe tatsächlich.

3. Drossle deinen Warmwasserspeicher

Eine oft übersehene Ersparnis steckt direkt im Warmwasserspeicher. Mit einer Wärmepumpe lohnt es sich, die Warmwassertemperatur niedriger zu halten als mit einem klassischen Elektrokessel — zum Beispiel 50 °C statt 60 °C. Wärmepumpen arbeiten deutlich effizienter, wenn sie Wärme bei niedrigeren Temperaturen erzeugen. Moderne Wärmepumpen führen außerdem einmal pro Woche automatisch einen Legionellen-Zyklus auf 60 °C durch — das hält das Wasser hygienisch sauber und sicher.

4. Setze einen Timer auf die Warmwasserzirkulationspumpe

Viele Häuser haben eine Warmwasserzirkulationspumpe, damit am Hahn sofort warmes Wasser ankommt. Der Haken: Der Speicher kühlt deutlich schneller aus, während tagsüber niemand zu Hause ist. Der einfachste Fix: ein simpler Timer an der Zirkulationspumpe, der sie nur morgens und abends laufen lässt — also dann, wenn dein Haushalt tatsächlich Warmwasser braucht. Ein Beispiel aus einem typischen Haushalt: Läuft die Zirkulationspumpe ganztägig, muss die Wärmepumpe den Speicher zwei- oder dreimal nachheizen, während niemand zu Hause ist. Mit Timer läuft sie höchstens einmal pro Tag.